Abschlussbericht

20. Dezember 2006

Ich bekomme die krächzende Stimme von Edith Piaf in diesen Tagen nicht mehr aus dem Kopf “Non, je ne regrette rien.” Nein, ich bereuhe wirklich nichts. Ich habe in den vergangenen Monaten sehr viel über fremde Kulturen, Sprachen, Personen und natürlich über mich selbst gelernt. Und auch wenn ich nicht viel für die Schule gelernt habe, fürs Leben definitiv. Dieser Blog hat einen Einblick in mein Leben gewährt, doch kann er nicht annähernd all die Eindrücke, Emotionen und Situationen beschreiben, die ich hier erlebt habe.

Ich bin meinen Eltern und letztlich auch der FH Eisenstadt sehr dankbar dafür, dass sie mir dieses Auslandssemester ermöglicht haben. Es ist eine Erfahrung, die sich nicht nur am Lebenslauf gut macht, sondern eine, die bei Möglichkeit jeder junge Mensch machen sollte, um seinen Horizont zu erweitern, über den österreichischen Tellerrand zu schauen. Interkulturelle Kommunikation lernt man nicht im Unterricht, aus Büchern von Hofstede und Co – man lernt sie im Gespräch mit Mexikanern, Marokkanern, Australiern und – natürlich – Franzosen. Erst hier versteht man, dass ein Erasmus-Aufenthalt mehr ist als nur ein Studium an einer anderen Schule in der EU – es ist das persönliche Ausleben des europäischen Gedankens.

Das Studio 323 schließt hiermit nach genau 101 Posts seine Pforten, es gibt also keine neuen Artikel mehr von mir, aber es bleibt natürlich weiterhin für Kommentare und zum Schmökern offen. Ich danke auch heute wieder abschließend allen Besuchern für das Interesse an meinem Leben hier in Paris. Angefangen hat alles mit einer Pro-forma-Homepage (“Blogs hat man heutzutage”) mit einem einzigen Artikel und der Hoffnung darauf, dass sich vielleicht der eine oder andere Besucher hierher verirren würde. Es entwickelte sich daraus eine Art virtuelles Tagebuch, das zu einem fixen Bestandteil meines Lebens hier wurde und gleichzeitig alle Interessierten auf dem Laufenden hielt. Letztlich fanden sich bis dato – als offizieller Endstand – 1.592 Besucher hier ein, also wurden meine Erwartungen von 1.500 Gästen nochmals übertroffen. Für die Statistik-Interessierten: der Tagesrekord wurde am 17.12. mit 126 Besuchen aufgestellt.

Wie gehts weiter? Auf jeden Fall mit Wiener Schnitzel, Bier, Topfenstrudl etc. Ansonsten vorerst mit Weihnachten zu Hause, mit Sylvester in Dublin mit Kathi und Co., vielleicht mit 2 Wochen Fernost im Jänner, Prüfungen in Eisenstadt und meiner Fête Française (http://www.fete-francaise.at.tt) im Februar. Und dann von März bis Mai mit meinem Praktikum bei der OMV in Zagreb. Ein Entwurf zu meinem Zagreb-Blog ist schon online, wenn ich auch vorerst noch einen Namen suchen muss (der wird mir in den ersten Tagen dort sicherlich einfallen): http://zauinger.wordpress.com.

Und wie gehts privat weiter? Also mir fällt nur ein, dass jetzt die dunkelsten Tage des Jahres kommen. Tja, und es gibt MSN, Skype, ÖBB und Niki. Für raffinierte Menschenkenner sollte zwischen den Zeilen zu lesen sein, wies weitergeht.

Also ein letztes Dankeschön, ich freue mich über abschließendes Feedback und Anregungen für den Zagreb-Blog!

Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

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Kurz vor der Sperrstund’

20. Dezember 2006

Um den Aufenthalt klassisch ausklingen zu lassen, hab ich mir mit mein fronsösische Freundine noch einen französischen Film (“Hors de Prix” mit Audrey Tautou, besser bekannt als Amélie) im Kino angeschaut. Nachher sind wir noch in das Lokal gefahren, in dem wir unser erstes Rendez-Vous hatten (mein Gott hat der Philip romantische Ideen!). Nach ich weiß nicht wieviel Gängen und ich weiß nicht wieviel Alohol sind wir dann doch heimgefahren. In ein paar Stunden gehts dann zum Flughafen… Richtung Heimat. Bin gespannt, wie lange ich brauche, um das Ganze zu realisieren.


Ein letzter Dienstag noch

19. Dezember 2006

Hab heute mit Camilles Hilfe meine ersten Koffer zum Logistik-Dings gebracht, damit sie per LKW nach Kloburg kommen. Das ganze hat 2,5h gedauert. Für die Strecke bräuchte man normalerweise ca 45 Minuten. Das Problem war nur, dass der eine Koffer von Haus aus keine Räder hatte und beim anderen ein Rad abgebrochen ist… somit durften wir die depperten 36kg schweren S*heiß-Dinger mehr oder weniger hintragen. Uns tut alles weh.

Und jetzt haben wir noch im Blitzverfahren mein Zimmer aufgeräumt… knapp über eine Stunde haben wir gebraucht… rekordverdächtig. So sauber war das Zimmer noch nie. Und der Chef da hat bis jetzt eine halbe Stunde Verspätung. Sowas kotzt mich an, besonders am letzten Tag.

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Aurélie, so klappt das nie…

18. Dezember 2006

Video von Aurélie von Wir sind Helden. Wie wahr, wie wahr…


Nachtrag zum Semesterclosing

18. Dezember 2006

Vielleicht kann sich der eine oder andere noch erinnern an die Artikel (1,2,3,4) zum Thema Semester-Closing. Hier gibts noch zusätzlich ein Video, aus den Fotoarchiven der Erasmusse zusammengestellt von Pedro Gonçalo.


High Noon – Rückblick auf den halben Tag

18. Dezember 2006

Aua. Hab heute in der Nacht ein Glas umgeschmissen und gerade einen Glassplitter in die Hand bekommen. Was mich nicht umbringt, macht mich härter. Apropos: heute war Eco-Prüfung (und gleichzeitig meine letzte an der ESCE buhuu) zum Thema “apports et limites des thèses favorables aux libres échanges”. Was das heißt? Keine Ahnung, wir durften heute zum ersten Mal in dem Fach kein Wörterbuch verwenden… hab auf gut Glück über Folgen und negative Aspekte des freien Marktes geschrieben.

Danach hab ich versucht, PULV-Merchandising zu kaufen (Polo, Laptoptasche). Gar nicht so einfach, hab mich gefühlt wie in einem österreichischen Amt: Das International Office sagt, die ESCE-Studentenvertreter sind zuständig. Die ESCE-Studentenvertreter sagen, ein gewisser Herr sowieso ist zuständig. Dieser gewisse Herr Sowieso sagt, die PULV-Studentenvertretung ist zuständig. Die PULV-Studentenvertretung sagt, irgendein Studentenberater ist zuständig. Dieser Studentenberater sagt, die Sport-Abteilung ist zuständig. Die Sportabteilung sagt “Ja, was brauchen Sie denn?”. Warum denn nicht gleich so? Warum hetzt man mich durch alle Stockwerke von -1 über 0 bis +9?! Egal, hab meine Sachen. Muss mir überlegen, ob ich in Eisenstadt zu den Prüfungen mein PULV oder mein ESCE-Leiberl anzieh…


Des Wochenendes Zweiter Teil

17. Dezember 2006

Nicht so aufregend… Sollt schön langsam doch Eco wenigstens anschauen, wenn schon nicht lernen. Warum soll ich wie ein Oberstufenschüler einen Aufsatz über Inflationsrate und Standortentscheidungen schreiben? Das ist doch wohl bitte lächerlich. Was mir nur Sorgen macht, ist, dass die Franzosen in diesem Kurs überfordert sind.

Hab außerdem gerade meine Blogstatistik angeschaut und mir ist eine dezente Anomalie in der Grafik aufgefallen…

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Folge:

DIE ERHOFFTE 1.500-BESUCHER-SCHWELLE IST HEUTE ÜBERSCHRITTEN WORDEN!!!

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