Ich bekomme die krächzende Stimme von Edith Piaf in diesen Tagen nicht mehr aus dem Kopf “Non, je ne regrette rien.” Nein, ich bereuhe wirklich nichts. Ich habe in den vergangenen Monaten sehr viel über fremde Kulturen, Sprachen, Personen und natürlich über mich selbst gelernt. Und auch wenn ich nicht viel für die Schule gelernt habe, fürs Leben definitiv. Dieser Blog hat einen Einblick in mein Leben gewährt, doch kann er nicht annähernd all die Eindrücke, Emotionen und Situationen beschreiben, die ich hier erlebt habe.
Ich bin meinen Eltern und letztlich auch der FH Eisenstadt sehr dankbar dafür, dass sie mir dieses Auslandssemester ermöglicht haben. Es ist eine Erfahrung, die sich nicht nur am Lebenslauf gut macht, sondern eine, die bei Möglichkeit jeder junge Mensch machen sollte, um seinen Horizont zu erweitern, über den österreichischen Tellerrand zu schauen. Interkulturelle Kommunikation lernt man nicht im Unterricht, aus Büchern von Hofstede und Co – man lernt sie im Gespräch mit Mexikanern, Marokkanern, Australiern und – natürlich – Franzosen. Erst hier versteht man, dass ein Erasmus-Aufenthalt mehr ist als nur ein Studium an einer anderen Schule in der EU – es ist das persönliche Ausleben des europäischen Gedankens.
Das Studio 323 schließt hiermit nach genau 101 Posts seine Pforten, es gibt also keine neuen Artikel mehr von mir, aber es bleibt natürlich weiterhin für Kommentare und zum Schmökern offen. Ich danke auch heute wieder abschließend allen Besuchern für das Interesse an meinem Leben hier in Paris. Angefangen hat alles mit einer Pro-forma-Homepage (“Blogs hat man heutzutage”) mit einem einzigen Artikel und der Hoffnung darauf, dass sich vielleicht der eine oder andere Besucher hierher verirren würde. Es entwickelte sich daraus eine Art virtuelles Tagebuch, das zu einem fixen Bestandteil meines Lebens hier wurde und gleichzeitig alle Interessierten auf dem Laufenden hielt. Letztlich fanden sich bis dato – als offizieller Endstand – 1.592 Besucher hier ein, also wurden meine Erwartungen von 1.500 Gästen nochmals übertroffen. Für die Statistik-Interessierten: der Tagesrekord wurde am 17.12. mit 126 Besuchen aufgestellt.
Wie gehts weiter? Auf jeden Fall mit Wiener Schnitzel, Bier, Topfenstrudl etc. Ansonsten vorerst mit Weihnachten zu Hause, mit Sylvester in Dublin mit Kathi und Co., vielleicht mit 2 Wochen Fernost im Jänner, Prüfungen in Eisenstadt und meiner Fête Française (http://www.fete-francaise.at.tt) im Februar. Und dann von März bis Mai mit meinem Praktikum bei der OMV in Zagreb. Ein Entwurf zu meinem Zagreb-Blog ist schon online, wenn ich auch vorerst noch einen Namen suchen muss (der wird mir in den ersten Tagen dort sicherlich einfallen): http://zauinger.wordpress.com.
Und wie gehts privat weiter? Also mir fällt nur ein, dass jetzt die dunkelsten Tage des Jahres kommen. Tja, und es gibt MSN, Skype, ÖBB und Niki. Für raffinierte Menschenkenner sollte zwischen den Zeilen zu lesen sein, wies weitergeht.
Also ein letztes Dankeschön, ich freue mich über abschließendes Feedback und Anregungen für den Zagreb-Blog!
Um den Aufenthalt klassisch ausklingen zu lassen, hab ich mir mit mein fronsösische Freundine noch einen französischen Film (“Hors de Prix” mit Audrey Tautou, besser bekannt als Amélie) im Kino angeschaut. Nachher sind wir noch in das Lokal gefahren, in dem wir unser erstes Rendez-Vous hatten (mein Gott hat der Philip romantische Ideen!). Nach ich weiß nicht wieviel Gängen und ich weiß nicht wieviel Alohol sind wir dann doch heimgefahren. In ein paar Stunden gehts dann zum Flughafen… Richtung Heimat. Bin gespannt, wie lange ich brauche, um das Ganze zu realisieren.
Hab heute mit Camilles Hilfe meine ersten Koffer zum Logistik-Dings gebracht, damit sie per LKW nach Kloburg kommen. Das ganze hat 2,5h gedauert. Für die Strecke bräuchte man normalerweise ca 45 Minuten. Das Problem war nur, dass der eine Koffer von Haus aus keine Räder hatte und beim anderen ein Rad abgebrochen ist… somit durften wir die depperten 36kg schweren S*heiß-Dinger mehr oder weniger hintragen. Uns tut alles weh.
Und jetzt haben wir noch im Blitzverfahren mein Zimmer aufgeräumt… knapp über eine Stunde haben wir gebraucht… rekordverdächtig. So sauber war das Zimmer noch nie. Und der Chef da hat bis jetzt eine halbe Stunde Verspätung. Sowas kotzt mich an, besonders am letzten Tag.
Vielleicht kann sich der eine oder andere noch erinnern an die Artikel (1,2,3,4) zum Thema Semester-Closing. Hier gibts noch zusätzlich ein Video, aus den Fotoarchiven der Erasmusse zusammengestellt von Pedro Gonçalo.
Aua. Hab heute in der Nacht ein Glas umgeschmissen und gerade einen Glassplitter in die Hand bekommen. Was mich nicht umbringt, macht mich härter. Apropos: heute war Eco-Prüfung (und gleichzeitig meine letzte an der ESCE buhuu) zum Thema “apports et limites des thèses favorables aux libres échanges”. Was das heißt? Keine Ahnung, wir durften heute zum ersten Mal in dem Fach kein Wörterbuch verwenden… hab auf gut Glück über Folgen und negative Aspekte des freien Marktes geschrieben.
Danach hab ich versucht, PULV-Merchandising zu kaufen (Polo, Laptoptasche). Gar nicht so einfach, hab mich gefühlt wie in einem österreichischen Amt: Das International Office sagt, die ESCE-Studentenvertreter sind zuständig. Die ESCE-Studentenvertreter sagen, ein gewisser Herr sowieso ist zuständig. Dieser gewisse Herr Sowieso sagt, die PULV-Studentenvertretung ist zuständig. Die PULV-Studentenvertretung sagt, irgendein Studentenberater ist zuständig. Dieser Studentenberater sagt, die Sport-Abteilung ist zuständig. Die Sportabteilung sagt “Ja, was brauchen Sie denn?”. Warum denn nicht gleich so? Warum hetzt man mich durch alle Stockwerke von -1 über 0 bis +9?! Egal, hab meine Sachen. Muss mir überlegen, ob ich in Eisenstadt zu den Prüfungen mein PULV oder mein ESCE-Leiberl anzieh…
Nicht so aufregend… Sollt schön langsam doch Eco wenigstens anschauen, wenn schon nicht lernen. Warum soll ich wie ein Oberstufenschüler einen Aufsatz über Inflationsrate und Standortentscheidungen schreiben? Das ist doch wohl bitte lächerlich. Was mir nur Sorgen macht, ist, dass die Franzosen in diesem Kurs überfordert sind.
Hab außerdem gerade meine Blogstatistik angeschaut und mir ist eine dezente Anomalie in der Grafik aufgefallen…
Folge:
DIE ERHOFFTE 1.500-BESUCHER-SCHWELLE IST HEUTE ÜBERSCHRITTEN WORDEN!!!
Spät dran mit meinem Artikel… tut leid. Hab am Freitag vergessen anzukündigen, dass ich wieder in Franconville bin. War vorher noch kurz beim Klavierkonzert meines polnischen Erasmus-Kollegen Pawel. Er hat seine eigenen Kompositionen im Foyer der Schule gespielt. Hab mir leider nur das erste Stück anhören können, das war aber so toll, dass ich jetzt Himmel und Hölle in Bewegung setzen werd, um dieses und auch die anderen zu bekommen. Hier nur ein kleiner Ausschnitt:
Kulinarische Zusammenfassung vom Wochenende am Land: Gänseleber (Foie Gras) und Entenbrust gegessen. Lecker. Ich mag die französische Küche. Dann waren wir (Camille + Schwiegervater + ich) heute noch Weihnachts-Dekorationen einkaufen. Das ganze sieht so aus, dass stundenlang wirr zick-zack durch Geschäfte gelaufen wird auf der Suche nach etwas bestimmten, dazwischen wird die ganze Zeit herzhaft gelacht und nach einer Stunde geht man mit einem Artikel aus dem Geschäft… Aber immerhin hab ich nach dem heutigen Tage wieder meine Muße gefunden… ich schreib wieder eine Geschichte… ein Krimi, wobei die Hauptrolle sehr stark an Camilles Vater angelehnt sein wird.
Ein Bild sagt mehr als die ersten Seiten meines Krimis:
Nach mehreren Telefonaten und mit Hilfe von zwei Mittelsmännern (oder Mittelsfrauen besser gesagt), war die Reise meiner Koffer zurück nach Hause organisiert. Die liebe Firma Sernam hat sich bereiterklärt, mein Zeugs nach Hause (zur Haustür!) zu bringen. Am Montag bring ichs ihnen zum Terminal in Paris (und spar somit 40 Euro) und sie transportierens innerhalb von 72 Stunden heim. Kostenpunkt liegt bei etwa 70 Euro, was billiger und praktischer is als per Flugzeug, weil der Niki (den ich zwar sonst hoch schätze) 4 Euro pro Kilo Übergepäck verlangen würd und das Klump wieder nur von CDG nach VIE bringt.
Danke, lieber Max, für meine Verewigung in deinem Blog. Er war zwar monatelang nicht aktuell, dafür glänzt er jetzt mit einer Fülle von Beiträgen! Und schaut auch noch ziemlich professionell aus, weil er nicht dieses typische “ich bin zu blöd zum Selbermachen also mach ich einen Baukasten-Blog”-Aussehen hat.
Hab so beim ORF-Homepage durchstöbern wieder einmal einen tollen Artikel gefunden. Es geht um die beherzten Versuche der Wiener Stadtregierung, Gleichberechtigung zu blablablabla. Ob das der richtige Weg ist, sei dahingestellt. Die sollen einmal noch über unnötige Ausgaben der Regierung schimpfen, sag ich mal ganz neutral. Mir fällt dazu nur der/die/das “Töchtersohn” ein, der/die/das vor einigen Monaten zu Diskussionen geführt hat.
Neues Schild in Wien:
Im Vergleich dazu ein Schild in Paris (das übrigens den Weg Richtung Klo ausgewiesen hat):
Die observativen unter den Besuchern werden den Countdown rechts schon bemerkt haben. Meine letzte Woche hier in Paris hat also begonnen. Stimmt mich nachdenklich. War gerade The Departed anschauen… vielleicht bin ich deswegen auch gerade so verwirrt. Oder ganz einfach weil meine innere Uhr der äußeren widerspricht. Bäh.
Wenig Unterschied zum Vormittag… Logistik-Prüfung (bin, ohne einen Strich gelernt zu haben, sehr kompetent rübergekommen) um 14:00. Und unser Pedro hat eine von den Champagnerflaschen vom Vormittag geschenkt bekommen, somit konnten wir schön zu fünft vorm Haupteingang (diesmal noch stilechter aus der Flasche trinkend) feiern.
Dann bin ich beschlossen worden, dass das Vorglühen zur Party in meinem Zimmer stattfinden soll. Von mir aus. Na auf gings um Mitternacht zum Duplex (wieder einmal Champs-Elysees), heute um 10 sind wir dann eingeschlafen. Eco um 13:30 hab ich mit tiefen Träumen gewürdigt und bin statt dessen jetzt erst vor kurzem (18:00) aufgestanden. Grrrr. Schlafrhythmus fürs erste ruiniert… Egal, morgen is die letzte Erasmus-Party – da sollt ich eh munter sein.
Heute hatten wir die letzte Stunde Civilisation Française (ein bisschen was von französicher Architektur des XVIII. Jahrhunderts gehört und gesehen). Und zum krönenden Abschluss gabs noch ein bisschen Champagner und Madeleines. Könnt ruhig öfters so sein! Hab mir nachher noch bei der FNAC (Saturn + Amadeus) ein kleines 2kg leichtes Taschenbüchlein über Paris gegönnt. Das Teuferl in meinem Kopf hats mir befohlen.
Jetzt sitz ich wie gewohnt halb erfroren in meinem Zimmer und versuche mich zu motivieren zu meiner mündlichen Logistik-Prüfung zu gehen. Mag nicht. Brauch den Kurs nicht. Geh trotzdem. Mag aber nicht.
Stilecht Champagner in Plastikbechern, ein Geschenk von Madame Anne-Claude Besson-Morel (quasi ein Doppel-Doppelname, fehlt nur noch der MMag. dazu – es is aber leider “nur” ein Doktor!):
Schööön wars… aber alles brav der Reihe nach:
1. Prüfungen in Englisch und Französisch waren kein Problem.
2. Nach Franconville kommen schon eher, weil die SCHWEINE schon wieder streiken. Hab dann via Gare du Nord einen Regionalzug genommen und mich doch irgendwie durchgekämpft.
3. Disneyland nach einigen gröberen Verfahrern doch gefunden.
4. Zuerst war noch der Pöbel im Park, womit wir uns haben anstellen müssen. Igitt. Schöne Parade, ab 21:00 war dann nur noch Peugeot & Co dort… muhaha. Anstellen ca 20 Minuten pro Fahrt statt zwei Stunden… huij, da werden Endorphine freigesetzt bei den Loopings und Fliehkräften.
5. Schlussfeuerwerk… huij, schöööön.
6. Bei knappen Plusgraden eine Stunde auf Camilles “Papie” warten… brrrrrr. Zum Aufwärmen Walzer getanzt… oder so was ähnliches zumindest.
7. Heimsuchen… Wenn Disneyland Eisenstadt und Paris Wien wäre, wären wir via St. Pölten heimgefahren. Egal, hab eh geschlafen.
8. Nächster Tag: Aufstehen um ca 13:45. Kurz mal kratzen, kultivieren, Frühstücken und mit Marie und ihrem spanischen Freund Basketball spielen gehen. Huij, lustig.
9. Crêpes essen. Drei salzige, fünf süße. Hmmm, lecker.
10. Ins Bett rollen, Film über Napoleon anschauen.
11. Am Montag nicht und nicht aus dem Bett kommen. Irgendwann zu Mittag dann doch aufgebrochen. Öffis streiken noch immer. Wieder Zug via Paris Nord. Für Prüfung um 14:00 lernen nix mehr geht das. Auch Taschenrechner oder Skripten für Prüfung von zu Hause holen nix geht das. Danke, liebe Froschfresser für eure zielgerichteten Streiks. Egal, bei der Prüfung hätte weder Skript noch Lernen noch Taschenrechner was geholfen. Nur Hausverstand… und davon hab ich genug, um wenigstens meine 8/20 zu bekommen.
12. Camille, die in La Défense Hosen kaufen war, anrufen und (man hat sich ja so lange nicht gesehen) ins Kino gehen… Casino Royale… auf beim zweiten Mal super.
13. Ich geh jetzt demnächst schlafen. Schau noch ein paar Fotos vom WE durch. Meld mich wieder.
Prüfungen in Englisch und Französisch am Vormittag. Ich könnte beide komplett (aber wirklich komplett = 0 Punkte) versemmeln und würd trotzdem beide Fächer positiv abschließen. Welch angenehmes Gefühl.Weitere Vorgehensweise: auf nach Franconville, ein bisschen Nahrung aufnehmen und dann… *Trommelwirbel*: EURO-DISNEYLAND!!! Da der Daddy von der Camille bei Peugeot arbeitet und die Firma ihre Angestellten ganz viel lieb hat, bekommen sie zu Weihnachten immer vier Eintrittskarten geschenkt. Aber nicht jetzt glauben, wir müssen mit dem restlichen Pöbel dort sein… nein, der Park bleibt für uns Peugeot-Mitarbeiter bis nach Mitternacht offen. Das heißt, voll funktionstüchtiges Disneyland, nur ohne die stundenlangen Schlangen vor den Attraktionen. Huij, da freut sich der Philip.
Am Sonntag gibts dann großes Abendessen (Galettes und Crêpes!).
PS: Der Besucherzähler hat was. Ich hatte heute nachweislich drei von einander unabhängige Besucher und der hat auch Stunden später erst zwei registriert. SABOTAGE!
Gestern waren wir ja nachm Mäci-Katerfrühstück um 5 (also 17:00) auch im Kino fällt mir gerade wieder ein. The Last Show. Ich bin sprachlos. Ich wüsste wirklich nicht, wie ich den Film beschreiben soll. Er hat keine in dem Sinn greifbare Handlung, er zeigt nur den letzten Auftritt einer Country-Musik-Band. Mit Kevin Kline in der Rolle eines Privatdetektivs aus den 1930ern in der heutigen Zeit (warum auch immer!). Weiter Schauspieler: Tommy Lee Jones, Meryl Streep, Lindsay Lohan und viele andere.
Heute war ich in den Jardins de Luxembourg. Wär bei schönem Wetter vielleicht besser gewesen. Der Wind war teilweise so stark, dass man sich mit dem gesamten Körper dagegenlehnen konnte… oder musste, weil man sonst nicht weitergekommen wäre. Dann heimfahren in der Freitags-Rushhour. In Chatelet Les Halles (Schnittpunkt von acht Linien) war ich etwas verwundert als eine alte kurze Garnitur dahergerumpelt ist… diese war natürlich mehr als voll. Sonst fahren in der Rushhour nämlich minütlich 200 Meter lange Doppeldecker voll beladen durch die Stadt.
Heut gibts noch Pizza und Pink Panther mit unserer Australierin.
Ich sehe reflektiert folgende Nationen vertreten: Estland, Schweiz, Schweden, Österreich, Italien, Russland. In der Metro haben alle (nicht nur wir) laut gesungen und geschrien und ich glaub, es waren zusammengezählt etliche Prozent, nicht Promille Alkohol im Blut der Fahrgäste.
Den regelmäßigen Blogbesuchern schon bekannte Gesichter: Pedro und Caro.
Schweiz, Österreich, Finnland, Finnland.
05:39 auf der Champs Elysées. Rodrigo (mein fast-Nachbar), keine Ahnung wer das is (aber er hat meine Taxifahrt bezahlt), Ana (mein Erasmus-Alpha-Haserl) und ich.
Hab gerade versucht, meinen Post von heute Früh zu verstehen… es bleibt beim Versuch.
Zusammenfassung vom Semester Closing: Vorglühen ab 8 im Heim, um Mitternacht auf der Champs Elysées zum Club spazieren. 20 Minuten anstellen zum Mantel abgeben, 10 Minuten für die Getränke. Ich dreh mich um mit meinen frisch gekauften Drinks, schaut mich die Australierin komplett verwahrlost an… also kurz bevor sie sich und mich angekotzt hat. Voraufhin alle sagen, dass ich sie heimbringen soll. Gutmütig wie ich bin sag ich ja. Stell mich eine Stunde an, um meinen Mantel zu holen, kurz bevor ich ihn krieg heißts, sie is schon nach Hause gefahren. Somit war es halb 2, sprich Ende der Happy Hour. So schnell kann man gar nicht schauen, war ich schon bei der Kassa und hab mir Gutscheine geholt (juhuu, noch zum halben Preis!). Hab getränketechnisch schnell die anderen Erasmusse wieder eingeholt (was bei einem Euro pro Getränk nicht so tragisch is).
Rausgeschmissen wurden wir um 6, wir haben sofort ein Taxi bekommen und waren in relativ bald zaus, wo ich sofort meinen Blog-Artikel geschrieben hab… jaja, von Orangensaft wird mir immer ein bisschen schwindlig, deswegen waren einige wenige Tippfehler drinnen.
Die Fotos geh ich demnächst durch und poste das eine oder andere noch.
es ist 06:31 isch versuche deitucltich szu s chreiben aber sd lönnte ein sbichescne schwieder ig esein . das eaqwas reine tolle party. ich schreibe vompowgen wenn ich icwider ausgenüchert n bin einen abreitkel so wha tdas keinen sin. bussi gut emancht
Heute findet das große Vorweihnachtsfest und gleichzeitig wahrscheinlich auch Semester Closing statt… Bei Eintrittspreisen für ESCEens um 5 Euro inklusive Getränk und Getränkepreisen von 2 € pro Stück, einer Happy Hour (2for1) von 23:30 bis 01:30 ist klar, dass jeder hingeht. Und damit das ganze noch etwas stilvoller wird: Die Location liegt direkt an der Champs-Elysees!
Gestern (05.12.) hatte ich erstmals seit Ewigkeiten zwei Prüfungen am selben Tag. Für die erste (Civilisation Française um 09:30) hab ich mich vorm Schlafengehen im Bett 10 Minuten lang vorbereitet… hab ja nur 3,5 Punkte gebraucht. Sollt sich aber problemlos ausgehen.
Die zweite war Communication à l’international… gut, dass das mehr Marketing als sonst was war und eigentlich keiner gewusst hat, was zu tun war – inklusive Lehrern und Aufsehern (Wörterbücher waren die ersten zehn Minuten nicht erlaubt, Skripten waren dann nachträglich doch erlaubt…). Es war eine Case Study zum Cognac-Markt in Frankreich und (wie ich nachher erfahren sollte) wir sollten in die Rolle von Consultants schlüpfen und dem Cognac-Verband Tipps geben, wie sie ihr Getränk jugendlicher gestalten könnten. Toll, dass wir ein Budget erstellen mussten und nicht einmal gewusst haben, was eine Flasche Cognac überhaupt kostet. Na jedenfalls hatten wir nachher alle Lust auf Cognac und haben uns ins Café ums Eck gesetzt und verkostet. Eigentlich eh ganz lecker… war auch als Desinfektionsmittel für mein entzundenes Zahnfleisch ganz gut, wenn auch etwas schmerzhaft.
Mit Cognac in der Blutbahn macht Französisch gleich viel mehr Spaß. Vor allem wenn das Gesprächsthema Männer gegen Frauen war… Hin und her diskutieren, zuerst mit Imperativ (“Kauf’ nicht so viele Schuhe”), dann mit Subjunktiv (“Wir wollen, dass ihr jederzeit für Sex zu haben seid!”).
Nachher gings dann Richtung Stadt, weil der Herr Maximilian Eberl aus Krakau zu Besuch war. Ein Käsefondue, eine Crêpe mit Schinken, Käse und Ei und eine halbe Flasche Weißwein später hat mir nicht einmal mehr mein Zahnfleisch wehgetan. Noch ein bisschen spazieren gehen, versuchen in einem 80cm-Bett zu zweit zu schlafen (ich lass die Cam nicht mit der letzten Vororte-RER nach Norden!), um 13:00 auf die Uhr schauend beschließen, dass Economie Internationale auch nicht so weltbewegend wichtig sei.
Aufwachen mit Zahnschmerzen… um 04:46. Ein bisschen im Bett wälzen, ein bisschen auf Französisch fluchen, Aspirin einhauen, weiterschlafen. Pro-Forma-Wecker um 9 ignorieren, sicherheitshalber für 12:30 stellen. Um 12:30 aus dem Tiefschlaf gerissen werden. Duschen, Pizza-Reste auf einer Seite kauend essen, 20 Minuten lernen, auf zur Prüfung. Prüfung mehr oder weniger erfolgreich absolvieren (Details Ende Jänner) – das ist ja der Lehrer, bei dem die gleiche Antwort bei einem falsch und beim anderen richtig sein kann.
Kurz ein paar Worte zu meiner ersten offiziellen Endprüfung: KZ-Stimmung mit 4-5 Offizieren… äh Aufsehern, kein Schummeln möglich, keine Silbe wird gesprochen. Umso lästiger, wenn die ersten 5 Minuten Appel gemacht wird (also Anwesenheit geprüft wird) => Konzentrieren unmöglich. Auch lästig, wenn die Wärter… äh… Aufseher direkt hinter einem flüsternd tratschen… mein erstes auffälliges angewidertes Umdrehen haben sie mit 10 Sekunden Stille gewürdigt. Meinen saalfüllend lauten Hinweis, es sei schwierig sich zu konzentrieren wenn hinter einem getratscht werde, haben sie dann doch mit bleibender Stille gewürdigt. Ich Erasmus, ich darf mich das trauen, zum Wohle der Allgemeinheit.
Egal. Danach gings wieder einmal ab ins Kino… Babel. Sehr interessanter Film, macht Lust auf Fremdsprachen. Beschreibt (in einem Satz zusammengefasst) die Sprachprobleme von verschiedenen Leuten in drei Erdteilen, die aber alle etwas mit einander zu tun haben. Sehr empfehlenswert. Für all jene, die ihre Filme nach den Schauspielern aussuchen: Brad Pitt, Cate Blanchett und einige andere Unbekannte.
Zur Auflockerung eines meiner Lieblingsbilder: “Turm zu Babylon” von Pieter Brueghel d.Ä, Original im Kunsthistorischen Museum (KHM, nicht zu verwechseln mit KHG!!!) in Wien zu bewundern.
Also meine Zweimonatsrechnung beläuft sich auf etwas über 60 Euro. Mir bleibt ja leider nicht viel über, als die kleine Elektroheizung permanent mit Vollgas laufen zu lassen… mit dem Resultat, dass es 19° hat. SCHWEINE! Aber ich brauch mich gar nicht aufregen, mein lieber Pedro aus Portugal hat eine etwas höhere Rechnung bekommen… soweit ich Portugiesisch versteh, und nach dem, was mir mein Hausverstand so sagt, dürfte es sich jedoch um einen Verarbeitungsfehler seitens der EDF handeln. Außer die Pistenbefeuerung der Flughäfen läuft über sein Zimmer. Aber seht selbst…
Naja, übertreiben wirs mal nicht… Franconville is irgendwie ansatzweise so wie Klosterneuburg – nur ohne Stift und mit weniger Snobs halt. Nachdem ich die Fahrt im Vorortezug überlebt hatte, gings nach einem kurzen Spaziergang auch schon zu den Schwiegermonstern, die in Wirklichkeit eh lieb sind, genauso wie Schwager, Schwägerin und Schwiegerkatze (einer von ihnen hat Kratzspuren auf meinen Armen hinterlassen, ich sag aber nicht wer!). Also da das eine typisch französische Familie ist, hat sich der ganze Abend ums Essen gedreht: Aperitiv, Tomaten mit Mozzarella, Froschschenkel (eigentlich von der Form und vom Geschmack genauso wie Hendlhaxn, nur kleiner und die Wirbelsäule hängt teilweise noch dran), Käseplatte (die starken Sorten hab ich in Anbetracht meines Brechreizes abgelehnt), Ananas-Kuchen, hausgemachtes Eis. Nebenbei ein bisschen über Gott und die Welt diskutieren (wobei ich erstaunlicherweise leicht über 90% verstanden hab) und dann ins Bett rollen.
Am nächsten Morgen ein bisschen was essen (Brioche mit Nutella) und dann chillen – es is ja schließlich Wochenende. Hab, während Chefin für ihre Europarecht-Prüfung gelernt hat, das Fräulein Else von Arthur Schnitzler verschlungen. Und da einer meiner Weisheitszähne gerade schiebt, hab ich zunächst heldenhaft gelitten, dann weinerlich gelitten, dann mangels Alternativen mit Whiskey desinfiziert und mich zu guter Letzt doch dazu überreden lassen, ein Pulverchen zu schlucken… Philip + 600mg Tabletten + nüchterner Magen = Schwindelgefühl, huij. Is auch vorübergegangen und ich hab mich wieder einmal an die Franzosen angepasst: bei jeder Gelegenheit irgendwelche Mittelchen schlucken, Kunststück wenns an jeder Ecke zwei Apotheken gibt!
War heute schon richtig produktiv! Hab meinen Teil zu unserem logistics research report geschrieben. Jetzt kann ich mich schon seelisch auf das Meet the Fockers einstellen… Schwiegertiger kennenlernen. Das wird so ein richtiger französischer Abend mit Aperitiv, Froschschenkeln, Nachspeise, Käseplatte, Digestiv und was weiß ich was noch. Die essen nämlich gerne gut und viel. Also eine ganz fremde Welt für mich… so ein Pech aber auch!
“Silent Night, Holy Night…” Heute haben wir in Englisch alle gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Aber nicht die Koma-verursachenden österreichischen, sondern die lustigen amerikanischen! Hat fast so geklungen wie die Originalversionen… “Rüdolphe, zeh röd nosd reindeeere, ad ö veri shainee nos…” Da kommt der Philip gleich in Weihnachtsstimmung… grad noch erlaubt, weil heute schon der 1. Dezember ist und ich schon das erste Fensterl von meinem virtuellen LEO-Adventkalender geöffnet hab.
Es gibt ja noch ein Leben außerhalb von Paris… eine Mail, die ich heute bekommen hab, hat mich daran erinnert. Die HR-Frau von der OMV Zagreb hat sich bei mir gemeldet und mir mehr oder weniger verständlich erklärt, was ich in nächster Zeit zu tun hab. Diese komische Bestätigung da zum Praktikum, die bis Mitte Dezember beim Praith ankommen soll, ignoriere ich genauso wie sämtliche bis jetzt fällige Statusberichte. Die Kroaten wollen wieder die Sachen beglaubigt ins Kroatische übersetzt haben… das werden jetzt wieder Amtswege… bäh. Und das alles für drei Monate “Arbeit”. Wenn Kroatien schon in der EU wäre, gäbs die Probleme nicht. Und wenn meine Tante Räder hätte, wär sie ein Auto und ich könnt auf ihr zur Schule fahren.
Hab gerade auf dem Blog meines Portugiesen Pedro Gonçalo folgendes Video gefunden, das ich niemandem vorenthalten kann: So kann man in ein paar Minuten ein bisschen Paris-Sightseeing machen. Diese Geschwindigkeiten kennt man sonst nur aus PC-Spielen! Der Blog enthält auch einige von den Fotos, die wir heute mit dem Mac in Logistik gemacht haben… sooo viele warens auch wieder nicht… 150 oder so. Wir haben auch nur eine Stunde lang damit herumgespielt…
Angesichts der Berichterstattung bezüglich des Verstrahlungs-Todes von dem Russen da in London und der Rückstände radioaktiver Substanzen in Flugzeugen ist mir ein lange vergessener Gedanke wieder in den Sinn gekommen: Wie hilflos ist die Menschheit weltweiten Epidemien ausgeliefert?
Erstaunlich, wieviele Fluglinien Frankfurt anfliegen… und nicht vergessen: Die Star Alliance bietet täglich mehr als 15.000 Flüge zu 790 Destinationen in 138 Ländern an. Man beachte auch die zwei AUA-Maschinen im Vordergrund…
Huij war das wieder einmal lustig. Präsi mit meiner Gruppe. Gut, dass keiner dieses Fach ernst nimmt und wir somit das Referat mit ein bisschen Schmäh halten konnten… weil kompetent hätten wir den Blödsinn eh net rüberbringen können. Wieder einen Teil der Note verdient (die Wahnsinnige verlangt 2 papers, 2 große Präsis, 2 case studies, einen Ausflug in einen Logistikbetrieb inkl. einstündigem Interview, laufende Mitarbeit und eine mündliche Prüfung – pro Person!). Wir haben heute nach unserer Präsi genauso gut zugehört wie immer, wie das Video beweist:
Einige Worte dazu: Jean-Baptiste legt sich gerade wieder schlafen, Caro erwacht aus ihrer Blickstarre und widmet sich wieder ihrem Sudoku, Marie macht Fotos, Pedro spielt mitm Mac, sogar die Mitglieder der präsentierenden Gruppe tratschen und ich schlaf sowieso immer dort – hab mich an die Franzosen angepasst. Aja, und im Hintergrund zu hören: der klassische französische Akzent beim Englisch-Reden.
An dieser Stelle gehört einmal eine Partner-Seite vom Studio 323 (quasi Achse des Bösen) ganz besonders empfohlen. Sie ist ohnedies schon seit längerem im Blogroll unter dem Eintrag “Korrespondent Klosterneuburg” zu finden, aber hier nun ein etwas auffälligerer Hinweis auf “Christians Universum. Ein Blog, das viele Welten zu einem Ganzen vereint. Von und mit Christian Tawfik.” Allein schon wegen des Titelbildes sehenswert.
Heute waren Mademoiselle Camille und ich in La Villette (Expo-Gelände am anderen Arsch von Paris) in der Géode. Imax nix dagegen. Der Altersschnitt lag bei ca 40… es waren nämlich nur Kinder- und Pensionistengruppen dort – und wir. Danach haben wir im Schnitt jeder eine halbe Crème brûlée gegessen… noch Fragen? :o)
La Géode… nix anderes als ein großer, glänzender Golfball. Man beachte die Menschen auf dem Bild als Größenvergleich:
Danke, liebe Steffi, dass du mir Fotos aus Helsinki geschickt hast. Somit konnte ich meinem Bericht noch das Beweisfoto meines Spaziergangs in kurzer Hose hinzufügen.
Heute konnten wir wieder einmal unser Präsentationsgeschick unter Beweis stellen… wieder im Amphitheater mit 60 Zuhörern. Das Thema war Kulturvergleich Schweden-Österreich mit Hilfe des Hofstede-Modells oder so ähnlich. Sehr spannend, ich weiß. Na jedenfalls haben wir einen Sketch gemacht, der das Volk bei Laune (oder zumindest am Leben) hielt. Hat sogar einen Zwischenapplaus geerntet. Und höchstes Lob von unserem wieder einmal betrunkenen Lehrer (“I jjust hhad lunch with myy colllleagues…”). Soll mir recht sein. Obs ihm nur wegen seiner Promille gefallen hat oder weils tatsächlich so toll war, ist mir eigentlich herzlichst wurscht, solange er die Noten einträgt und nicht in der grausamen Nüchternheit des nächsten Morgens beschließt, dass die Präsi (oder wie die Franzosen schreiben: prez) doch mies war. In diesem Sinne: PROST!
Hab gerade auf meinem Handy noch zwei Fotos gefunden, die auch veröffentlicht werden wollen.
1. Meine Kater mögen drei Sachen besonders gern: Menschenbesuch zum Vollhaaren, verpacktes Fleisch zum Abschnuppern, Koffer zum reinsetzen. Welch ein schöner Tag für die Herren:
2. Beweisfoto meines Koffergewichts. Besonders lässig, wenn man einen so beschrifteten (aber auf dem Rückflug fast leeren) Koffer mit einem Finger hochhebt. Übrigens hab ich jedesmal vor dem Stufensteigen genauso ausgeschaut wie das angestrengte Männchen auf dem Etikett:
Ein grandioses Konzert der Wiener Philharmoniker unter Georges Prêtre, gespielt wurden Johannes Brahms’ 2. Symphonie, Richard Strauss’ Suite aus der Oper “Der Rosenkavalier” und Maurice Ravels “La valse”.
Christkindlmarkt vor dem Rathaus, unbestreitbar die schönste Kulisse, nur leider keine nette Stimmung. “Geh”geschwindigkeit entspricht eher einem langsamen Rückwärtsstehen, nix als Touristen, alles auf Massenkonsum ausgerichtet (keine handgeschriebenen Tafeln sondern Neonleuchten etc). Und da sagt die Stenzel (Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt) nix?!
Schööööön wars. Hab schon auf der Fahrt nach Schwechat das komische Gefühl gehabt, dass ich etwas falsch mache. Wieso muss man, um nach Hause zu kommen von daheim weg? Sogar die Camille wollt nicht wieder heim, das haben wir besonders in der RER gemerkt, als wir erkannten, dass die Vorstädter von Wien nicht ganz denen von Paris gleichen (wohlgemerkt diplomatisch neutral formuliert, oder?). Scheinbar hatte die Kamera von der Camille (quasi Cam-Cam) auch keine Lust wegzufahren… die is in Weidling geblieben. Kommt aber nach.
Ich bemüh mich wieder um eine Kurzfassung: Flug nach Wien angenehm, das Kofferschleppen (27kg!) war eher unangenehm (in Pullover und Wintermantel Stiegen rauf und Stiegen runter an den stets verlässlich kaputten Rolltreppen vorbei).
Tag 1: Am Freitag Nachmittag gabs eine kleine Stadttour von Klosterneuburg, inkl kurz mal in die “neu” eröffnete Sala terrena reinschauen. Uij schön! Danach eher unnötigerweise (weil Nebel) zur neu gebauten Kahlenberg-Aussichtsplattform, gefolgt von einer Fahrt durch Grinzing Richtung Josefstadt (Café Hummel). Danach noch ein kleines Plauscherl mit Janet und Burkhard am Adventmarkt beim Unicampus im Alten AKH. Dann nur noch heim ins Bett.
Tag 2: Französisches Frühstück (= schnell einen Kaffee zum Munterwerden), danach zweiter Versuch für Ausblick von der Höhenstraße (noch weniger Sicht!) auf dem Weg zum Tiergarten Schönbrunn, und wenn man schon dort ist, natürlich auch gleich Schloss von außen und den Weihnachtsmarkt anschauen. Dann via Freyung in die Innenstadt (inkl Würschtlstand und Jugendstilklo), kurz zum Heiner Mitbringsel kaufen und auf zu den Philharmonikern in den Musikverein. Hach, wie mondän! Nachher eine kleine Ringrunde per Bim, also hochdeutsch Straßenbahn, zurück zum Auto. War leider der J-Wagen, der uns hinterm Rathaus ausgespuckt hat statt davor… Folge: Christkindlmarkt-Durchquerung (frage nicht, Kap Hoorn umsegeln nix dagegen). Na jetzt gibts wieder eine Person mehr, die den Markt nicht mag. Nächste Station: Heuriger Trat-Wiesner. Lecker. Nächste Station: Onyx-Bar im Haas-Haus. Nächste Station: Starbucks Kärntner Straße. Nächste Station: Französische Botschaft. Nächste Station: Kahlenberg (immerhin Stephansdom ansatzweise sichtbar). Nächste Station: Bett (also der nach Flasche Sekt).
Und heut (Sonntag) um 11:35 waren wir schon wieder in der Luft. Abschließend noch die Schilderung der essenstechnischen Sightseeing-Tour: Wiener (Kalbs-)Schnitzel mit Kartoffelsalat, Cremeschnitte, Glühwein, Melange, Rosa-Pfeffer-Schokolade, Burenwurst, Käsekrainer, Backhendl, Bratlfett, Laugenbrezel, Esterhazy-Torte, und natürlich jede Menge für uns spottbilliges und wirklich leckeres Bier! Zwiebelrostbraten, Germknödel, Sachertorte etc müssen warten.
Fotos gibts im nächsten Beitrag, sonst ist die ganze Seite ein einziger eeeeeeeeeeelendslanger Artikel.
Kein Verlass auf diese Marktforschungs-Abteilung hier! Diese Seite wurde nämlich vor kurzem (erheblich früher als erwartet) zum eintausendsten Mal angesehen. Somit wird das Ziel nun höher gesteckt, nämlich auf 1.500 Besuche bis Weihnachten. Also schön fleißig an alle möglichen Freunde und Feinde weitererzählen! Nicht vergessen: gossip’s worth its weight in gold!
Der Menüpunkt “2| Mein Zimmer” ist nun neu überarbeitet und bietet jetzt neben einem aktualisierten Text den angekündigten Videorundgang. Viel Vergnügen!
Morgen ist’s wieder einmal soweit – der Philip sieht ein Flugzeug von innen, dieses Mal aber wieder mit Wien als Destination und mit Camille im Handgepäck. Wetter schaut soweit recht angenehm sonnig aus, was eine nette Abwechslung zum grauslich kalten Regenwetter in Paris bietet. Muss nur erst einmal die Rush-Hour in der Métro mit meinem Riesenkoffer überleben (muss um 9 von La Défense weg Richtung Roissy CDG). Solange es aber nicht so zugeht wie in Shanghai, dürfte es kein allzu großes Problem werden…
Hab heut um 8 Logistik gehabt. Also… hätte gehabt. Um halb Acht hab ich im Bett sitzend beschlossen, dass mir 4,5h Koma-Unterricht nicht viel bringen würden und mich wieder ins kuschelig warme Bett verzogen (in meinem Zimmer hats trotz Hardcore-Heizens nur 19°). Naja, hab mich vor einer halben Stunde (also um halb 1) dann doch entschlossen aufzustehen. Jetzt räum ich gerade mein Zimmer auf. Also… würde ich machen, wenn ich nicht diesen Eintrag schreiben würd. Arbeit geht aber übers Vergnügen, ich muss ja schließlich den Blog aktuell halten, da muss das Zimmer leider warten.
Na bumm, der neue James Bond ist ein geiler Film! Was der an Schauplätzen anzubieten hat: Riesenbaustelle am Meer, Casino in Montenegro, Strand auf den Bahamas, Flughafen von Miami, Venedig etc etc etc. Prädikat: sehr empfehlenswert. Der Saal war übrigens fast ganz voll, wir waren in der zweiten Reihe auf der Seite! Und den Film hats zeitgleich in zwei anderen Sälen noch gespielt… ist auch seit Wochen überall Werbung dafür gemacht worden… bei dem Product Placement im Film ka Wunder. Auf dem Heimweg vom Kino bin ich noch von einem Bsoffenen ein bisschen angegangen worden, woraufhin ich mein Schimpf-Französisch endlich auspacken konnte (inzwischen kann ich dank diverser Bekanntschaften ein klitzeklein bisschen mehr als “ich hab die Nase voll”).
Interessiert vielleicht auch den einen oder anderen: 11/20, also einen guten 4er, auf Marketing (die Blabla-Prüfung nach 15 Minuten “Lernen”). Auswirkung auf die Endprüfung: nur noch 7/20 erforderlich. Dann hab ich heut noch Economie zurückbekommen mit wieder mal 12/20 (schlechter 3er für immerhin eine Stunde “Lernen”). Auswirkung: 8/20 für die Endprüfung. Sollte doch zu schaffen sein, im schlimmsten Fall mit dem “Buhuu, bin ein armer Erasmus”-Bonus.
Nun wirds also auch in Österreich teurer… siehe Artikel auf der ORF-Homepage. Aber im Vergleich zu Paris immer noch spottbillig! Für alle, die es noch nicht oder nicht mehr wissen, ein “großes” Bier (0,33l) kostet hier weiterhin in normalen Lokalen um die fünf Euro. Mein bisher erblicktes Maximum diesbezüglich habe ich schon im Oktober mit einem Eintrag gewürdigt.
Hej! Hab den Großteil meiner Arbeit für dieses Projektmanagement-Projekt heute gemacht. Dass die auch immer so aktuelle und interessante Fallstudien finden: Schuhmarkt in Chile Anfang der 90er Jahre. Egal, will eh nur meine 50,01% und meinen Seelenfrieden. Jetzt kann ich mehr oder weniger befreit nach Wien (hab noch andere Arbeiten zu schreiben, nur fehlen mir bei der einen die Kollegen und bei der anderen hab ich noch keine Angabe vom Lehrer bekommen). Egal, größter Brocken weg. Hab heut vier Posten auf meiner To-Do-Liste durchgestrichen! War noch nie so organisiert unorganisiert wie hier! Jetzt weiß ich wenigstens, was ich alles nicht mach obwohl ich sollt :o)
Hab heute einen netten Artikel auf der ORF-Homepage gefunden. Den kann ich keinem vorenthalten. Ahem. Das ist nicht die Wiedergabe einer persönlichen Meinung, sondern die Veröffentlichung einer Studie… kein Kommentar.
Scheißfroschfresser! Wird letzte Woche groß und breit und aufwändig angekündigt, dass die Erasmus-Studenten heute für Civilisation Francaise einen Film anschauen müssen. Zeiten: entweder um 8 oder um 10. Und bitte halbwegs aufteilen, damit gleich große Gruppen entstehen. Und Notizen machen und wir sprechen das nächste Mal über den Film. WIE DENN, WENN ER NICHT GEZEIGT WIRD UND WIR UM 8 UNNÖTIG DORT STEHEN UND NIX ANGESCHRIEBEN STEHT UND DER KOORDINATIONSMENSCH DA NUR SAGT: JA, FINDET NICHT STATT?!?!? Könnts ihr net E-Mails oder Brieftauben ausschicken?! Oder wenigstens irgendwo was hinschreiben?! Gut, dass mein Monoprix noch nicht offen hat (Frühstück…?), ich jetzt wieder im Zimmer bin und um 10 wieder in die Schule gehen muss. SCHWEINE!
Muss zu meiner Schande zugeben, dass ich noch nie in diesem riesigen Einkaufszentrum im Herzen von Paris war – bis heute (also eigentlich gestern, weils schon 00:12 ist). Die Lebensmittelabteilung ist Meinl am Graben hoch 3 und kann meiner Meinung nach aber locker mit dem KaDeWe in Berlin mithalten. Hab mir ein paar italienische Spezialitäten zu Mittag gegönnt.
Foto vom Inneren des Hauptgebäudes. Natürlich ist schon alles ganz auf der Weihnachtswelle, wie man am vier Stockwerke hohen Weihnachtsbaum sieht…
Also hier sind sie… vielleicht füge ich noch das eine oder andere hinzu, wenn meine Foto-Quellen aus Finnland ein bisschen mehr Zeit haben.
Claudia (A) und Rock (SLO)… im Hintergrund zwischen den beiden übrigens Chris (F):
Patrick (A), Ewa (PL) und Markus (A):
Sabrina (F) und Ewa (PL):
Beweisfoto von mir in der kurzen Hose bei ca 4°C:
Wie angekündigt, gibts auch ein Video. Es zeigt den Bsoffenen, der nicht gerade freiwillig aus der Bahn aussteigen wollte. Im Hintergrund die Claudia, die sich an solche Vorfälle schon gewöhnt hat. Wir haben ca. 5 Minuten gewartet, bis ein Polizist ihn dann rausgeschmissen hat. Draußen hat der Herr noch ein bisschen gerauft, geschimpft und gespuckt. Außerdem ist das Video als Hörprobe für die mehr als absurde finnische Sprache gedacht:
Dieses Flugzeug hab ich vor meiner Abreise aus Helsinki gesehen, man beachte die Registrierung (OH-FAC)… mit der möcht ich nicht gerade fliegen!
Ich hätt ja gern ein paar Fotos von der Stadt auf den Blog gegeben, aber die Stadt ist großteils so sagenhaft schirch, dass ich kaum Fotos gemacht hab… außerdem sind fesche Mädls Quotenbringer, nicht alte Gebäude! Aja, noch ein Zitat von meiner Mutter über meine neue Lieblingsstadt (*würg*):
“I was in Helsinki with Papa about 30 years ago — doesn’t sound like it has improved much.”
Mein lieber Kollege Daniel aus Holland hat uns nun mit den Fotos versorgt, auf die wir seit Wochen warten. Somit konnte ich also endlich meinen Bericht über die relations franco-autrichiennes vollenden.
Flug soweit in Ordnung, bis darauf, dass Düsseldorf-Helsinki von der dba durchgeführt wurde und die Stewardess den Charme eines von einem Skinhead abgerichteten Pitbulls hatte. Egal, hab eh geschlafen.
Ankunft in Helsinki (huij, Schnee!), Warten auf die Claudia, Kontakt mit den ersten komplett betrunkenen Finnen in kurzer Hose. Fahrt zu ihrer (also Claudias) Schule, unterwegs noch mehr Kontakt mit Betrunkenen. Dort ein bisschen mit Patrick, Julia, Steffi und ein paar Erasmussen getratscht und gewartet, dass sie für diesen Tag mit ihrem Projekt fertig werden (die arbeiten seit Wochen immer wieder von 09:00 bis 20:00 dafür).
Na gut, ein bisschen regenerieren bei der Claudia und dann ab in Molly Malone’s Irish Pub mit Live-Musik. Alle fluchen über die hohen Preise, ich freu mich über 5 Euro für 0,55 Liter Bier! Wieder einmal bewahrheitet hat sich der Spruch „durchs Saufen kommen die Leut zam“ – hab einen Franzosen und einen Wiener kennengelernt… und wieder wächst das Netzwerk.
Zur Sperrstund um 3 mit dem Nachtbus heim, Wecker um 9 getrost ignoriert, um ca 14:00 dann doch aufgestanden. Die Sightseeing-Tour konnten wir in gemütlichem Tempo immerhin auf 1,5 Stunden strecken. Die Stadt hat außer zwei Kirchen, einem Einkaufszentrum, einer schönen Hauptstraße und einem nebeligen Hafen eigentlich nix zu bieten. Dann haben wir in einem finnischen Lokal eine Vorspeisenplatte gekostet (Rentiersulz, Bärenwurst und was weiß ich nicht was noch Grausliches dabei war) – kein Wunder, dass die Finnen sich permanent ansaufen bei dem Essen.
Wohnungsparty bei der Claudia (die erste in dem Semester) und prompt kam die Polizei. Spätestens nach der Aussage „Hey, who invited the strippers?!“ von einer Erasmussin waren die beiden Herren etwas beleidigt und haben jeden, aber auch jeden aus der Wohnung geschmissen. Ich in kurzer Hose bei 4°, wohlgemerkt. Dann sind sie uns noch nachgefahren bis zum Bahnhof. Der Großteil von uns ist in die Stadt gefahren, andere haben noch Geldbörsl, Ausweis oder noch eine lange Hose geholt.
Gut, auf gings in irgendeine Bar, dort hab ich noch mit der französischen Erasmussin geredet, die natürlich an meiner Schule studiert und so gesehen gerade mein Semester hier zahlt :o) Die Welt is ein Dorf!
Na gut, mit dem Zug heim (inkl dem allabendlichen Zwischenfall zwischen Betrunkenem und Polizei – siehe Video) und dort noch die Reste des Partyfutters verspeisen… na so ein Pech aber auch!
Am nächsten „Morgen“ um 11:00 in die Stadt, noch kurz die Felsenkirche anschauen, Mittag essen, per Bus zum Flughafen. Zwei Stunden vor Abflug dort. Zeit zwischen Aussteigen aus dem Bus und Hinsetzen am Gate: vier Minuten. Keine ernstzunehmenden Kontrollen, bis zum Einsteigen hab ich keinen Boarding Pass zeigen müssen. Gottseidank darf man nicht 0,11 Liter Wasser mithaben aber ohne Ticket bis zum Flugzeug!
Zusammenfassung: Hab trotz langem Schlafen und einiger Promille nichts, aber auch gar nichts versäumt. Also mein Tipp für alle zukünftigen Helsinki-Besucher: lieber in eine andere Stadt fahren. Wetter grauslich, bis auf die letzten zwei Stunden (strahlender Sonnenschein am Flughafen!)
Fotos und Video lad ich demnächst in einem eigenen Artikel hoch, wenn der WordPress-Server ein bisschen schneller geht.
Hab vor lauter Helsinki ganz vergessen zu erwähnen, dass momentan grad das “Indiana Jones“-Filmfestival stattfindet. Gestern mit Double-Feature bis 02:00, in den nächsten Minuten beginnt dann der krönende Abschluss mit dem dritten (und besten) Teil mit Sean Connery. Bitte niemandem weitersagen, dass “connerie” auf Französisch “Dummheit” bedeutet! Danke, ganz lieb!
Kinder, wie die Zeit vergeht. Jetzt ists schon Mitte November! Also morgen gehts übers Wochenende auf nach Helsinki. Danke, liebe Michi, dass du mich mitten in der Nacht (Abfahrt 05:00) nach Orly zum Flughafen rausfährst. Für alle, die meinen Beitrag diesbezüglich nicht gelesen haben: die Öffis streiken morgen den ganzen Tag. Also wie auch immer, geplanter Abflug (mit Air Berlin via Düsseldorf) ist um 08:05. Werd Saunas testen, und Rentierschinken oder Bärensteak oder was weiß ich was kosten. Ich hoffe weiterhin auf gutes Wetter, schaut aber aus heutiger Sicht nicht so berauschend aus. Macht nix, hab schon Schneestürme in Istanbul und Hurrikane in Florida überlebt. Werd natürlich darüber berichten.
Nein, niemand schwanger. Aber da ich heute Vormittag keine Logistik-Vorlesung hatte und meine herzallerliebste Freundin auch frei hatte, trafen wir uns zu unchristlich früher Stunde (um 11:00) in der Stadt, um im Grand Palais die Disney-Austellung anzusehen, die auf drei Etagen zeigt, von wo er die Inspirationen für seine Figuren, Landschaften und Geschichten hatte. Faszinierende Vergleiche zwischen Filmen, Märchen, Landschaftsmalereien und den Geschichten von Walt Disney. Sehr sehenswert… das war das erste Mal seit langem… nein, ich glaub sogar das erste Mal überhaupt, dass ich freiwillig länger als zwei Stunden in einem Museum war. Da bekommt man Lust, sich wiedermal einen Film anzuschauen und mehr auf die Details zu achten.
Nachher eines der üblichen köstlichen Mittagessen in der Stadt (Fasan-Pâté, Rumpsteak mit Sauce Béarnaise, karamelisierter Apfelkuchen) und ein Gläschen des neuen Beaujolais (heuriger Rotwein, der immer am 3. Donnerstag im November erstmals ausgeschenkt wird). Herz, was willst du mehr? Früher oder später wahrscheinlich einen Bypass…
Und heut is noch was seltsames passiert… da sind so… wie soll ich sagen… Wassertropfen vom Himmel gefallen. Und der Himmel war so komisch grau, gar nicht blau, wie sonst immer. Ist da irgendwas kaputt?
Ein riesiges Besäufnis in Kloburg und ich nicht dabei… na viel Spaß euch allen in der Heimat und lassts das Auto daheim. Es geht natürlich nicht ums Saufen, sondern um die Ehrerbietung an Markgraf Leopold III., der seine Residenz in Klosterneuburg hatte und für die Schleiersage bekannt sein sollte. Ich konnte das bis jetzt nicht so richtig feiern, weil ich heute meine zweite Teilprüfung in Economie Internationale hatte, und zwar zum Thema “Die Folgen und Kritiken am Modell der freien Marktwirtschaft – ein theoretischer Erklärungsansatz”. Hmmm. Da hätts auch wenig bis gar nix gebracht, mein Skript länger als eine Stunde durchzublättern.
Wenn man es als “Feiern” bezeichnen will, ich war mit der Michi im Kino und hab mir Borat angeschaut. Is großteils tiaf, aber irgendwie doch lustig. Macht mir nur Sorgen, dass der sowas Ähnliches im Bezug auf Österreich plant… dann werden die Millionen von Euro an Österreichwerbung also verdunsten… aber die Produzenten verdienen sich ein goldenes Näschen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.
“In einem unbekannten Land, vor gar nicht allzu langer Zeit” zeigte der Besucherzähler dieses Blogs die magische Zahl 323 an… inzwischen hat meine treue Anhängerschaft diese Zahl auf 646 verdoppelt. Danke auf diesem Wege für das Interesse. Das spornt mich an, die Seite weiterhin aktuell und ansprechend zu gestalten.
Das Besucherziel für diese Seite bis zu meiner Abreise aus Frankreich (kurz vor Weihnachten) liegt bei 1.000 – das sollte doch wohl bei durchschnittlich 12 Besuchern pro Tag zu schaffen sein, oder?!
Für die Grafik-Begeisterten hier die bildliche Darstellung der Besuche:
Also ich weiß ja nicht, wie’s euch geht, aber hier scheint die Sonne und es hat 15° im Schatten vom Blätterdach der Bäume. War heut wiedermal mit meine fronsösische Freundine in der Stadt unterwegs… im Museum für Stadtgeschichte (Musée Carnavalet) im Stadtteil Le Marais (historisch sehr wertvoll weil noch viele mittelalterliche Gebäude zu finden sind) und zum ersten Mal in meinem Leben im Park HINTER der Notre-Dame… na der ist bitte wunderschön. Also ich enthalte euch nicht die Fotos vor:
Warum schauen eigentlich nicht alle Ampeln so aus?
Camille mit der Île de la Cité (= ältester Teil von Paris) im Hintergrund:
Île Saint-Louis – “auch sehr schön, auch sehr… alt.” :o)
Also besagter Park hinter der Notre-Dame. Hab heute viel darüber gelernt in Civilisation. Zb dass die Türme eigentlich unvollendet sind (was die ungwöhnliche abgeflachte Form erklärt) und dass der hohe spitze Turm viel später (19. Jhdt) dazugebaut wurde und noch etliche Details, die eigentlich kein Schwein interessieren dürften. Auf Anfrage gibts mein Skript zu lesen.
Um den Beitrag komplett zu machen (Service wird hier groß geschrieben!), die obligatorischen Wikipedia-Links:
= Die Folgen der französischen Küche. War gestern mal wieder gut essen… irgendwas von einer Ente. War lecker. So wie alles hier… crème brûlée, crêpe, soupe aux oignons, entrecôte, um nur ein paar zu nennen. Hat aber auch zur Folge, dass meine sehr böse Bösestwaage zu Hause sicher wieder frech sein wird. Ich wart nur drauf, dass sie mal Sprüche von sich gibt wie “Bitte nur eine Person auf einmal”, “AUA, runter von mir!!!” oder “UFFF!” (gefolgt von einer kleinen aufsteigenden Rauchwolke). Naja, ich kann ja nach meinem Parisaufenthalt wieder abnehmen… in Kroatien zB. Die sind ja berühmt für ihre leichte fettarme Küche… oder so.
Ein ofenfrisches Baguette auf dem Weg von der Bäckerei nach Hause in der Hand zu halten und zu drücken, macht glücklich. Das war – nach meinem sonnigen zeitungslesenden Kaffeehausbesuch am Montmartre und dem erstmaligen Erblicken des Triumphbogens oder von der Alexanderbrücke den blitzenden Eiffelturm zu sehen – unter anderen(!) einer meiner Paris-Momente.
Ich sags ja immer wieder… Marketing ist reines BLABLA. Hab mir das 180 Powerpoint-Seiten starke Skript gestern Abend eine Viertelstunde lang zu Gemüte geführt und beschlossen, dass ich das meiste eh logisch find und der Rest unnötiges Blabla ist, den ich nur mit grauslich viel Lernaufwand (was auch immer das ist?!) speichern könnt. Die Prüfung war mit Hirn zum größten Teil zu lösen und die Differenzierungskriterien nach Kotler sind mir ganz ehrlich relativ egal und ich verzichte auf die entgangenen Punkte. Insbesondere weil mich mein freiwilliges Referat, das 25% der Gesamtnote ausmacht, schonmal mit 3 Punkten versorgt (net aus 100, sondern aus 20).
Für alle, die diesen Blog mit eingeschränkter Sicht wahrnehmen: Da gibts einen neuen Menüpunkt, einfach oben auf Nummer 4 klicken und die neue Rubrik kennenlernen. Nix besonderes, wollt nur drauf hinweisen. Bin scho wieder still. Muss eh Marketing lernen. Hab in etwas mehr als 10 Stunden Prüfung und bis jetzt noch wenig bis gar keine Ahnung, weil noch nix angeschaut.
Nein, heute ist NICHT Faschingsbeginn, schon gar nicht um 11:00. Bin ja ka Bifke, der heute den Karneval einläutet. Ich wart noch schön bis 6. Jänner. Was aber heute ist: Veteranen-Tag. Hätte ich prinzipiell ja nicht mitbekommen, wenn mich nicht die Parade vor meinem Fenster aufgeweckt hätte. Hintergrund ist die Beendigung des Ersten Weltkrieges. Hab ein Video gemacht, möcht aber den Blog nicht nur mit Videos zuposten. Statt dessen nur ein Foto. Tut mir leid, dass man die Parade so schlecht sieht… die Bäume hier tragen halt noch 3/4 ihrer Blätter. Liegt vielleicht an den Plusgraden, die wir noch immer haben. Na blöd!
SCHWEINE! Bis jetzt waren mir die Streiks von den Froschfressern ja mehr oder weniger egal… aber das, was die vorhaben, find ich gar nicht lustig. Diese RATP bildet sich ein, sie müsse am 17.11. den ganzen Tag streiken. Da gibts genau einen Tag, wo ich um 08:05 von Orly (im – wie die Franzosen sagen – Ars*hloch der Welt) wegflieg und die machen die Metro, RER und was sonst sich sonst noch öffentlich bewegt dicht… wobei dann meist auch nicht öffentlich alles stillsteht. Werd die Situation weiterverfolgen. Wenns nicht noch irgendwie beruhigt werden, heißt das wohl spätabends nach Orly fahren und am Flughafen schlafen. Oder um 4:30 per Taxi um ca 280 € hinfahren. Grmpf. Na wenigstens hab ichs rechtzeitig mitbekommen… wenn auch nur durch Zufall. Die Begründung: Die Betriebszeiten der RATP sollen an Freitagen, Samstagen und Vorabenden von Feiertagen verlängert werden. Das kommt allen zugute, nur den Lokführern und Buslenkern nicht. Und diese Koffer machen Kampagnen bezüglich gegenseitigen Respekt? WO BLEIBT DER RESPEKT MIR GEGENÜBER?!?!
Dieses Mal haben die Leute wenigstens einen substanziellen Grund, wenn auch einen schwachsinnigen. Da fällt mir Folgendes ein (es folgt ein Ausschnitt aus dem sehr empfehlenswerten Buch “A Year in the Merde” von Stephen Clarke bezüglich Streiks in Frankreich):
“The unions were furious that the government had been rumoured to be thinking about considering the possibility of maybe looking into the purely theoretical concept that it might one day (not now but in, say, 80 years’ time) be less able to pay for transport workers to retire at 50.”
Gestern fand am “Vorhof” der Grande Arche ein Gruppenküssen statt. Eine kleine Gruppe von 1.188 Menschen hat sich versammelt, um alle gleichzeitig “auf irgendeine Stelle des Gesichts” eines anderen zu küssen. Kommt ins Guiness Buch der Rekorde. Is vielleicht eh besser, dass ich nicht dort war… wer weiß, wer neben mir gestanden wär?!
Ahem… es soll hier ja nicht zu politisch zugehen, aber das muss einfach sein:
Man beachte, dass sich der Gruselb… also Dr. Gusenbauer warm anziehen muss und links im Hintergrund ein Spiegel mit der Aufschrift “Man of the Year” an der Wand hängt.
Bin auf den Geschmack der Video-Veröffentlichung gekommen. Hier also drei weitere:
1. Max beim Tippen auf einer französischen Tastatur… ich bin um nix schneller.
2. Madame Morel beim Civilisations-Unterricht… in einem halbwegs normalen Outfit. Sie redet gerade vom frühen Reichtum der Stadt Paris, als es nicht viel mehr gab als eine Holzbrücke. Zur Überquerung musste aber jeder etwas zahlen.
3. Mister Simeral in Englisch… er singt regelmäßig Lieder von “Strangers in the Night” bis “When the Saints go marching in”. Leider tanzt er in diesem Video nicht.
PS: Ob ich nix Gscheiteres zu tun hab, studieren oder so? –> DOCH, aber ich will nicht!
Hä? Zunächst die Erklärung: Franzosen lieben Abkürzungen… die muss man hier so wie normale Vokabel lernen, sonst wird man schnell von einem BCBG zu einem SDF und braucht dann RMI oder ein SAMU. Also RATP ist nix anderes als die Öffis im Großraum Paris. Die haben jetzt eine Kampagne gestartet, welche die Pariser ganz subtil mit Steinzeitmenschen gleichsetzt. Hier zwei Beispiele von Inseraten (gibts natürlich auch meterhoch als Plakate in den U-Bahn-Stationen!):
“Der Homo Modernicus parkt sein Fahrzeug nicht in der Busspur.”
“In der Metro räuchert der Homo Modernicus nicht seine Mitmenschen ein.”
http://www.objectif-respect.fr –> der Zeichentrick (erste “Station” links auf “Cartoon” klicken) ist ganz nett. Besonders für die der französischen Sprache Mächtigen.
Ich hab mich jüngst mit Frau beim Montmartre getroffen. Inzwischen hab ich mich an die französische Lebensart gewöhnt und hab halt die üblichen 30 Minuten Verspätung erduldet, indem ich mich bei einem Straßencafe gegenüber von der U-Bahn-Station in die Sonne gesetzt hab und Cappuccino schlürfend Sudokus gelöst hab. Eigentlich wars ja sonnig, nur als wir oben bei der Sacré-Coeur angekommen waren (wohlgemerkt zu Fuß!), haben wir erkannt, dass es furchtbar diesig war… dh Eiffelturm nur ganz schwach zu sehen. Hat aber dafür den umso tolleren Effekt, wenn die vielen goldenen Kuppeln und Dächer durch den Dunst strahlen. Nach einer Crepe gings dann ins Dali-Museum und dann wieder in den Französisch-Unterricht…
Fotos kann ja jeder in einen Blog reintun, aber im Studio 323 gibts auch Videos! Hier zu sehen (in order of appearance): mein Mac, Caro, Michi, Jean-Baptiste = JB, Marie, Pedro, ich. Ist doch klar zu erkennen, dass wir gerade ein Referat ausarbeiten, oder?
Aus gegebenem Anlass eine kurze Beschreibung der französischen KollegInnen… also eher der Innen: vergleicht man eine typische Schulklasse in Eisenstadt mit einer typischen Schulklasse in Paris, sticht relativ schnell ins Auge, dass in Paris die Hasendichte etwas (?!?!?!) höher ist, genauer gesagt liegt sie bei etwa 90%. So besteht mein Englisch-Unterricht beispielsweise aus etwa 12 wirklich feschen Snob-Hasen (Kunststück bei Semesterpreisen von 4.000 €). Hier sehen sogar die schirchen irgendwie fesch aus. Und der Philip is glücklich.
kurz zur Erinnerung die mathematische Formel zur HD-Errechnung:
(Hasen / weibliche Gesamtpopulation) * 100 = Hasendichte
Heute war um 0930 Test (= 50% der Gesamtnote) in Civilisation Francaise. Gut, dass ich heute entschieden hab, die erste Stunde (ab 0800) zu stangln. Schlecht, dass ich vergessen hab, den Wecker zu stellen. Gut, dass ich eine innere Uhr besitze. Schlecht, dass sie ca 10 Minuten nachgeht. Gut, dass ich nur ca 30 Sekunden brauche, aus dem Bett zu steigen, mich halbwegs herzurichten und mein Zimmer zu verlassen. Schlecht, dass ich trotz brennender Wadln für die Strecke vom Heim zur Schule 5 Minuten brauche. Gut, dass die Tante die Fragen vorgelesen hat, bevor die Prüfung angefangen hat und ich somit genau dann reingekommen bin, als sie die letzte vorgelesen hatte. Schlecht, dass die Prüfung gar nicht soooo leicht war. Gut, dass mir das Ergebnis eigentlich eh halbwegs wurscht is.
Hab kurzerhand entschlossen, mit meiner fronsösische Freundine Ende November nach Wien zu kommen. Sightseeing, Adventstimmung einfangen, und schonmal haufenweise Gepäck heimbringen.
Fürs erste gehts mal wieder… aber ich bleibe skeptisch. Bis jetzt ist es nämlich jedes Mal eingegangen, wenn ich angekündigt hatte, dass ich endlich für den Rest der Unendlichkeit online sei. Also schreib ich das dieses Mal nicht.
Ich sehe das Schimmern… die Hoffnung… am Horizont. Heute kommt angeblich ein Informaticien und schaut sich die Zimmer an, in denen das Internet nicht geht. Vielleicht hilfts ja was, weil schön langsam wird’s sehr mühsam, wenn man zum recherchieren und Powerpoint-Basteln in die Uni und auf PCs aus dem Jahre 1428 arbeiten muss.
…ist einfasch nur süpersexi. Egal, was gesagt wird. Mein österreichischer Akzent ist angeblich auch sehr lieb, kann ich aber nicht beurteilen… mir persönlich kommts eher vor wie grammatikbefreites Stammeln, aber bitte.
Gestern (04.11.06) fand ein sehr internationaler Abend statt, wenn auch nicht so international wie erhofft. Ich habe alle möglichen Leute kontaktiert (ich glaub nach dieser Telefonrechnung hab ich dann die Aktienmehrheit der Mobilkom Austria) und eine heitere Melange aus Schweizern, Franzosen, Amis, Holländern und natürlich Österreichern zusammengestellt, bei Spitzenzeiten 14 Personen. Portugiesen, Schweden, Finnen haben leider noch abgesagt :o( Ist aber eh besser weil ich ihnen zum Überreden eigentlich angekündigt hatte, dass wir vor 12 wieder heimfahren… naja, 5 triffts eher. Wir haben von unseren Franzosen gelernt, wie man als Jugendlicher in Paris fortgeht: Vielleicht am Anfang was essen (ich hab Moules frites = Miesmuscheln gegessen, die sind gar nicht schlecht!), nebenbei vielleicht ein oder zwei oder 6 Flaschen Wein trinken und nachher in einen kleinen Supermarkt gehen und Alohol kaufen und sich mit diesem in einem Park niederlassen. Mein Tinitus erinnert mich, dass wir nachher kurz bevor wir erfroren wären noch kurz mal zum Aufwärmen 2 Stunden in einer Disko waren. Beweisfotos wurden teilweise zensuriert, zum Wohl aller! Ein paar Foto gibts aber trotzdem…
Unsere kleine Partie (leider zu diesem Zeitpunkt schon ohne Amis) vor der Notre Dame. Folgende Nationalitäten (v.l.n.r.): F,F,CH,CH,F,CH,NED,F,F,A,NED,A
Ein paar Wahnsinnige in der Disko (Jean-Sébastien, Marie, Philip, Michi, Daniel)
Hmmm… angeblich lügt die Kamera nicht… und das Bier halte ich gerade für jemand anderen… oder so.
Na wäääääh. Ein paar Bilder sagen mehr als ein paar tausend Worte:
Von denen gibts ein paar tausend. Schön gestapelt.
Endlose Gänge… ist mit elektrischem Licht schon gruslig genug. War früher sicher kein besonders angenehmer Arbeitsplatz.
All die Knochen wurden aus Platzmangel im 18. Und 19. Jahrhundert von den Friedhöfen der Stadt heimlich in die Katakomben gebracht. Übrigens kann man durch die unterirdischen Tunnel mehr oder weniger durch die ganze Stadt. Und nachher seine Schuhe und Hosen vor lauter Lehm entweder wegwerfen oder schleunigst waschen. Alles in allem ein netter Nachmittag (inkl. Abend) mit zwei Schweizern aus Luzern.
Nach 8 Wochen Single-Dasein und einem netten Abend in der Stadt der Liebe war der Philip wiedermal vergeben. Eine französische Freundin mit Namen Camille macht sich auf jedem Lebenslauf gut. :o) Was man sich in den Kopf gesetzt hat, passiert halt auch früher oder später (wenn auch unerwartet). Unsere Gespräche sind übrigens meist ein heiteres Misch-Masch zwischen Deutsch, Französisch und Englisch. Nähere Infos gibts auf Anfrage.
Das ist übrigens mein neuer Schal… hab mich an die Franzosen angepasst.
Es ist jetzt ungefähr Halbzeit (bin zu faul zum genau rechnen!) und somit meiner Meinung nach FH-artig Zeit für eine Zwischenevaluierung der LVs:
Marketing strategique: Lehrer mit viel Erfahrung weltweit macht Marketing sogar für mich interessant(!!!) und die Prüfung ist open-book, was auch sinnvoll erscheint.
Management international: keiner weiß wirklich, was der Lehrer von uns will. Bei ihm können zwei idente Papers komplett unterschiedlich benotet werden. Bis jetzt eigentlich das übliche Hofstede und Corporate Governance und Multikulti-Management-Blabla, aber jetzt fängt er mit NLP etc an und somit wirds interessanter. (für alle Interessierten: Infos zu diesen Begriffen – außer vielleicht zu Multikulti-Management-Blabla – gibts unter wikipedia)
Communication à l’international: auf Französisch! Ganz interessant, Themen wie PR, Pressekonferenzen, Eventorganisation etc. Bis morgen ist ein Dossier abzugeben. Hab meinem Team als Deadline heute 12:00 gesetzt. Hab um 20:00 noch nicht viel von ihnen gehabt, aber das hab ich ihm geschickt. Ich Erasmus, mir reichen 10/20 Punkten, mir is wurscht.
Civilisation Francaise: immer noch genial. Besonders die historischen Perspektiven zu Paris (wie hats früher ausgeschaut, wo waren früher Stadtmauern, welche Funktion hatten die Gebäude früher im Vergleich zu heute, warum wurden Boulevards angelegt etc). Da geht man nachher mit ganz anderen Augen durch die Stadt.
Francais pour etrangers: hab auf einen Vokabel-Test (in inoffizieller Gruppenarbeit) 17,5/20 bekommen. Und auf ein Portrait, das ich über eine Mitschülerin geschrieben hab, gleich noch mal 17,5. (verrücktes System bei den Froschfressern: ab 10 positiv, ab 15 sehr gut)
Economie internationale: noch immer ein langes Diktat auf hohem Französisch-Niveau und niedrigem Wirtschafts-Niveau. „Geringes Wirtschaftswachstum ist schlecht für eine Volkswirtschaft“ etc. Was täte ich nur ohne diese Vorlesung? Blöd sterben. Ist 2 Punkte wert und ersetzt Internationale Entwicklungsökonomie oder wie das heißt, also warum nicht? Und auf die erste Teilprüfung hab ich 12/20 bekommen.
Logistique internationale: mach ich weiterhin freiwillig (und für die 5 Punkte!). Und, um die allgemeine Stimmung zu beschreiben, ein Foto:
Caroline schläft, ihr Freund dahinter gähnt genüsslich, Marie vor ihr spielt gerade Schifferl versenken mit mir und Jean-Baptiste hinter mir macht ein Sudoku nach dem anderen.
Anglais: mit einem lustigen Ami. Jede Stunde rennt nach dem selben Schema ab: zuerst Präsi und Diskussion einer Case Study, dann 14 Minuten Pause, dann Präsi und Diskussion zu einem Thema wie „Türkei zur EU“ oder „Drogen legalisieren“ oder „Sterbehilfe erlauben“ etc.
Finances Internationales: keine Ahnung, war seit 6 Wochen nimmer dort. Dürft momentan von Futures und Optionen handeln.
Juhuu! Wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt, wird man nach einem kurzen Telefonat zum Nationalfeiertags-Abendempfang in die österreichische Botschaft eingeladen. Da sagt man nicht nein. Nach einer leicht einschläfernden Rede Seiner Exzellenz wurde dann das Buffet eröffnet! Weißwein, Schinkenfleckerln, Kärntner Kasnudeln, Speckknödel, Krautsalat, Kartoffelsalat, Gurkensalat, Frankfurter, dunkles Brot, Pfefferoni, Kren, Kletzerl, viel frisch gezapftes Stiegl-Bier, Mohnnudeln, Zwetschkenröster, Apfelstrudel, Topfenstrudel, Rotwein… genau in dieser Reihenfolge haben wir uns durchgefressen :o) Und plötzlich war der Anzug enger. Hier ein paar Fotos zur Illustrierung:
Garten der Botschaft
Vorhof der Botschaft (ja, genauso einen A6 will ich!)
Inzwischen ist es schon wieder eine Woche her und ich versuche mich, so gut es geht an unser WE in London zu erinnern… Schließlich wollen die Heerscharen von Besuchern auf dieser Seite Infos haben. Es war eigentlich recht nass, regnerisch, nass, feucht, kühl, kalt, nass, verregnet und das Wetter war nicht wirklich sonnig… typisch London halt. Das ist aber erst bei einer Fahrt auf dem Oberdeck eines offenen Doppeldeckerbusses lustig. Hab aber Erfahrung mit schirchem Wetter bei City-Trips (3 Tage Schneesturm in Istanbul). Wie auch immer. Das Hotel war 100 Meter von der U-Bahn-Station King’s Cross entfernt. So weit, so gut. Nur haben diese Inselaffen diese Station vorübergehend geschlossen, womit man plötzlich vom infrastrukturellen Hotspot in die Pampa versetzt wird. Auch egal. Nette Stadt, höfliche Leute „Excuse me, sir, I believe that might just be our taxi“ statt „Herst, schleich’ di, des is mei Taxi!“ und nach einem schönen Wiedersehen mit der Lilly mit dazugehörigem italienischen Essen gabs das erste Highlight: The Phantom of the Opera, wohlgemerkt die Originalversion von Andrew Lloyd Webber. Hab die Michi zu einer Süchtlerin gemacht und sie hört seit einer Woche die Musik in Dauerschleife. Gottseidank wohn ich in einem anderen Stock auf der anderen Seite vom Heim. Zweites Highlight: the London Dungeon. Mischung aus Disneyland-Attraktion, Geschichte-Museum, Theaterstück und Gruselkabinett. Bei einer wirklich gut gruselig gemachten Einrichtung und einer Aufenthaltsdauer von 2 Stunden definitiv die 18 Pfund = 25 Euro wert! Und zum krönenden Abschluss noch eine – richtig, verregnete – Schifffahrt auf der Themse Richtung Bahnhof Waterloo. Ein Sätzchen noch zum Eurostar: wenig Platz, schnelle Verbindung mehr oder weniger von Stadtzentrum zu Stadtzentrum, freundliche Durchsagen, Tunnelfahrt von 20 Minuten und 2h Hochgeschwindigkeitsfahrt durch Frankreich. Ein paar Monate im Voraus buchen, Student sein und schon kostets nur 26 Euro pro Nase und Richtung.
Naja. Ich hatte eigentlich geglaubt, dass ich nach 3 Wochen Stjepan Radic studentski dom etwas anspruchsloser werde. Aber wenn das Internet nun schon zwei Monate lang nicht funktioniert und wieder einmal beide Aufzüge streiken, wenn ich meine Wäsche waschen muss (2 große Taschen mit nasser Wäsche vom Keller in den 3. Stock!), find ich das nimmer lustig. Aber ich war bis jetzt erst zweimal Wäsche waschen. Ich wart nämlich meistens so lang, bis die Unterhosen, die ursprünglich weiß waren, ein gelb-braunes Tigermuster haben :o) (Anm. d. Red.: das war ein SCHERZ!) Vorhin war ich noch im Internet-Asyl bei einer Holländerin im 9. Stock (keuch), dann hab ich meine Wäsche aus dem Trockner geholt, dieser liegt dem Erdmittelpunkt gezählte 176 Stufen näher. Hat aber angenehmerweise zur Folge, dass ich trotz meiner ausgiebigen Fress-Spektakel abnehme…
Wem ist denn bitte so fad? Ich hab tatsächlich knappe 50 Hits in einem Tag gehabt?! Muss an meiner ausgeklügelten Marketing-Strategie liegen. Oder so… Na weiterhin danke fürs Interesse, ich fühle mich geehrt. Und jetzt geh ich schlafen, möcht wenigstens zu fünf Stunden Schlaf kommen, bevor ich meine grandiose DHL Case Study präsentiere. Wenns nix wird, hab ich immer noch die klassische Ausrede: Ich nix wissen, ich Erasmus!
Was tut man so, wenn man am Nachmittag 4 Stunden schläft und um 20:00 wieder aufersteht? Richtig, Stadt erkunden. RER (Schnellbahn) und Metro (U-Bahn) nehmen und die Rue Mouffetard anschauen, die von allen empfohlen wird. Jetzt weiß ich auch, wieso. Bars, Restaurants, Creperies, 2nd-Hand-CD-Geschäfte etc! Unter Tags wahrscheinlich von Touristen belagert, ist die Straße des Nächtens am Dienstag recht nett. Wollte mir 2 CDs kaufen, bin letzten Endes um 35 Euro ärmer aber um 9 CDs reicher nach Hause gekommen. Juhuu.
Endlich wieder Internet, das muss man ausnutzen! Ich war am Montag oben aufm Grande Arche de la Défense. Das wir nix anderes als eine grande Ver-Arche-ung! (Mein Gott, dieser Wortwitz!!!) 5 Euro für die Liftfahrt, damit man oben auf heißen 12 Quadratmetern Aussichtsplattform Richtung Osten (und sonst nirgendwohin schauen kann). Bääh. Nix zum weiterempfehlen. Trotzdem für alle Interessierten und die, die keine Ahnung haben, wovon ich rede:
Hmmm… vielleicht sollte ich doch nicht bis 02:00 Bacardi, Rosé-Wein und Bier mischen, wenn ich um 08:00 ein Referat halten sollte. Aber was tut man doch nicht alles für die Relations internationales?
Wer auch immer sich diese Seite anschaut, danke sehr für das Interesse! Die nächsten 10 Besucher, die mir als Beweis ihres Seitenbesuchs einen Screenshot ausdrucken und bis Freitag, den 20.10.06 um 23:59 Uhr, persönlich bringen, erhalten eine Flasche Champagner! Also los gehts, bis 333! Und nein, ich kann den Besucherzähler nicht selber künstlich hochtreiben.
Le boeuf sur le toit. Gutes Lokal, trotz des etwas ungewöhnlichen Namens. “Die U-Bahn unter dem Boden” würd eher passen… egal. Schöne Jugendstil-Einrichtung, lecker Futter, preislich für die Nähe zur Champs-Elysees gar nicht soooo schlimm. Und großes Plus: live Pianoman, der genauso singen kann wie der Jamie Cullum. Und wenn man – in alter Gewohnheit – auch in einer Fremdsprache lügen kann, man hätte einen Tisch reserviert, bekommt man auch einen Platz im sonst ausgebuchten Lokal!
So francophon die Froschfresser auch sein mögen, die meisten Filme werden im Kino in Originalversion mit Untertiteln ausgestrahlt. Hab ich nix dagegen… und bei Kinoabos (Preis pro Vorstellung ca. 5,80€ mit freier Platzwahl) reizt mich Kinogehen umso mehr! Folgende Filme kann ich sehr empfehlen:
Das Parfum – sehr genaue Verfilmung des grandiosen Süskind-Buches
Click – sehr lustig… besonders durch die Nebenrolle von David Hasselhof! “I’ve been looking for freedom!”
The Devil wears Prada – auch für Burschen durchaus sehenswert… und wenns nur is für die Vielzahl von neuen S-Mercedi, die drinnen vorkommen!
Thank you for Smoking – einer der besten Filme des Jahres für mich. Viele versteckte und offensichtliche Seitenhiebe auf die USA. Und: Szenen zwischenkörperlicher Betätigungen mit Katie Holmes!!!
Endlich wieder mein eigenes Internet. Fragt sich nur, wie lange. Na wurscht, ich freu mich, dass es geht. Das FFH-Festl war ja wohl hammergeil! Und das war auf jeden Fall die Reisestrapazen und Kosten wert. Wobei Reisestrapazen ist eh relativ… Wir waren eigentlich nicht soooo lang unterwegs. Wir sind um 13:30 vom Heim weg und waren um halb 8 in Eisenstadt pünktlich zum Vorglühen. Und Kosten… da muss ich die liebe Vicky Draxler zitieren: “Was kost’ die Welt?” (ihr berühmt-berüchtigter Ausspruch als wir uns eine Flasche Tequila um 100€ in Zagreb geleistet haben).
Das Leben in Paris geht also weiter seinen gewohnten Lauf… hoffentlich mit regelmäßigeren Kommentaren von mir.
Gar nicht mal so spannend. Ich versuche, mich mit dem Mac anzufreunden. Schön langsam macht er sogar das, was ich will… schön langsam… naja, eher langsam als schön. Fotos kann ich schon machen:
Hab meinen neuen Laptop bestellt: einen Apple Macbook Pro. Ich kann sogar im Internet nachschauen, wo er grad is. Aschaffenburg… hmmm irgendwie möcht i dort net wohnen, genau so wie in Darmstadt oder Rüsselsheim. chchch
übrigens: das, was oben am Monitor in der Mitte ausschaut wie ein Fleck is die integrierte Webcam.
Leute, heut is soooo ein schöner Spätsommertag. 25° Sonne, kitschblauer Himmerl, leichter Wind. Morgen solls dann 28° haben. Das heißt kurze Hosen wieder auspacken. Heut machma vielleicht (wiedermal) Foto-Tour durch Paris. Hier ein Bild vom Uni-Haupteingang mit geilem Lichteinfall:
Macht echt Spaß. Also die Sprache. Ich bin in Gruppe 4 (das heißt nicht grad noch positiv sondern die beste!) und wir haben eine extremst liabe Lehrerin (Julie), mit der wir per du sind. Und dadurch, dass wir ein wirklich gutes Niveau insgesamt haben, ist der Unterricht immer so eine offene Gesprächsrunde, wo nicht einmal aufgerufen werden muss, weil jeder von sich aus was sagt. Und die zweite Stunde pro Woche ist dann meistens eher der Grammatik gewidmet (bei ich glaub 13 Zeiten und noch ein paar Sonderformen ka Wunder, oder?!). Unten Fotos von der ersten Stunde… ich glaub, es is klar, was das für ein Spiel ist. Die Stunde drauf haben wir dann “Professeur sur la grille” gespielt, was 1:1 übersetzt werden kann… Lehrer auf dem Grill… da fragt man nämlich den Lehrer jede auch noch so ekelhafte Frage und er muss antworten. Meine war “was war das peinlichste Erlebnis für dich?” Sie hat irgendwann unterrichtet und sich gefragt, warum die Schüler alle lachen. Nach der Stunde, als sie sich die ganze verschmierte Tinte vom Gesicht weggewaschen hatte, wusste sie dann, warum :o) Und noch was Positives an Französisch: wir kriegen jede Woche Tipps, was grad in der Stadt so los is (Festivals, billige Züge, Flüge, gratis Eintritt, Kinoermäßigungen etc.)
Im Vordergrund meine Lieblingsdeutsche Julia aus Mainz, im Hintergrund Lan aus Leipzig. (ja, ich hab mich mit Deutschen angefreundet!)
Links die Chefica Julie, rechts Alex aus Washington DC.
Kult lass nach! Hab vor kurzem das erste Mal Civilisation Francaise gehabt. Die Lehrerin is ein Wahnsinn. Auf dem Foto unten erkennt man sie nicht so gut, vor allem hat die erst wirklich was groteskes, wenn sie aufsteht und durch die Klasse zur großen Frankreichkarte humpelt. Und jedes Mal wenn man irgendeine Jahreszahl, Stadt, Namen, Land oder Gebäude nennt, sagt sie Sachen wie “REVOLUTION! KRIEG! BLUT! MORDE!” oder ähnliches und erzählt von irgendeiner Schlacht, die mit dem eben genannten Begriff zusammenhängt. Aber die LV is echt leiwand und ist mit 1,5h pro Woche 5 ECTS-Punkte wert. Vive la France sag ich da nur!
So a Oarsch, a bleder! Geh ich doch seit zwei Wochen täglich zur Heimleitung und beschwer mich, dass das Internet in meinem Zimmer net ordnungsgemäß funktioniert. Dann heißts immer “geht das vielleicht morgen”. Nix geht das. Gestern hab ich mein übelstes Fluchfranzösisch ausgegraben (mehr als “ich hab die Nase voll” und “das geht mir am Nerv” hab ich leider nicht gelernt!) und meinen Standpunkt etwas genauer beleuchtet. Dem Heimchef war das eigentlich herzlichst wurscht, er hat 90% des Gesprächs auf seinen PC-Monitor geschaut und gemeint, das Internet sei eh nur ein zusätzlicher Service und ich soll entweder zu Nachbarn gehen oder halt das Internet dann nutzen, wenns geht. Hab ich ihn gefragt, ob das bei Wasser und Strom als zusätzliche Dienstleistung genauso läuft. Hat er nix drauf sagen können. Anfang Oktober kommt angeblich irgendein IT-Mensch (aber der kommt nicht meinetwegen, sondern weil er eh kommen würd). Dass ich über die Internetleitung vom WLAN von irgendeinem anderen inzwischen eh surfen kann braucht der net wissen. Ich wart nur drauf, dass der edle Spender der Leitung draufkommt, dass jemand seine Geschwindigkeit mit Up+Downloads lähmt :o)